Schärer Holz AG Bleienbachstrasse 60 4901 Langenthal Schweiz Tel: +41 62 916 80 80 Fax: fax +41 62 916 80 81 47.201295 7.7800913

Holzkunde

Kleine Holzkunde (1)

 

Kiefer druckimpräg-niert

Lärche

Western Red Cedar

Douglasie

Wärmebe-handeltes Holz Fichte, Esche

WPC, ein Holz-PE-Werkstoff

Haupt-Herkunftsländer

Nord- und Mitteleuropa

Sibirien, Nordamerika, Alpenländer

Nordamerika, v.a. Britisch-Kolumbien

Mitteleuropa

Nord- und Mitteleuropa

Mitteleuropa

Härte kg/m3

mittel/550

mittel/500

relativ weich/400

mittel/500

relativ weich bis mittel/

400 bis 600

sehr hart/

1000 bis 1100

Oberflächen-merkmale

glatt oder geriffelt, an Ästen leicht rau

glatt oder profiliert, an Ästen leicht rau

meist geriffelt, an Ästen leicht rau

meist profiliert, an Ästen leicht rau

meist genutet, an Ästen leicht rau

profiliert

Haltbarkeit im Aussenbereich

sehr gut, auch im direkten Erdkontakt

gut, besser ohne direkten Erdkontakt

sehr gut, besser ohne direkten Erdkontakt

gut, ohne direkten Erdkontakt

gut, ohne direkten Erdkontakt

sehr gut, auch im direkten Erdkontakt

Äste / Farbe Vergrauung normal

fein- bis grobastig / imprägniergrün

fein- bis grobastig / rotbraun

fein- bis grobastig  rotbraun

fein- bis grobastig / Kern rotbraun

Fichte feinastig, Esche praktisch astfrei / dunkelbraun bis sehr dunkel

einheitliche Struktur

Rissigkeit

mittel bis hoch

hoch, Spriessen-bildung

gering bis selten

mittel bis gering

Esche gering, Fichte wenig

nur sehr selten

Verzug / Harzhaltigkeit

mittel / Kern mittel bis hoch

hoch/hoch

gering/keine

mittel/selten

wenig/keine

nur sehr selten/ keine

Bearbeitbar-keit

einfach, vorbohren empfohlen, Schnittstellen behandeln

einfach, vorbohren empfohlen

einfach, vorbohren empfohlen

einfach, vorbohren empfohlen

einfach, unbedingt vorbohren

mittel, wie Holz

Schwinden und Quellen

Hoch

Mittel

Gering

Gering

gering

Längenausdeh-nung unbedingt beachten

Farbanstrich / einölen

gut, empfohlen; Ausblühungen, Imprägniermittel und Harz beachten

gut, empfohlen, Harz beachten

sehr gut, empfohlen

sehr gut, empfohlen

gut, empfohlen, Holzmerkmale beachten

möglich, empfohlen

Abstand bei der Terrasse-Unterkonstruk-tion

maximal 50 cm

maximal 50 cm

Maximal 50 cm

maximal 50 cm

maximal 50 cm

maximal 50 cm

Vorteil

sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

unbehandeltes, meist mittel-europäisches Holz, dauerhaft ohne Behandlung

unbehandeltes Holz, leicht, verzugsarm, sehr dauerhaft ohne Behandlung

unbehandeltes Holz, relativ leicht, dauerhaft ohne Behandlung

mittel-europäisches Holz, natürlich, gut haltbar ohne Zusatzstoffe keine Imprägnierung nötig

ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, breites Sortiment, hart, edle Optik, schöne natürliche Vergrauung

Pinhols/

Fraslöcher

keine/selten

keine/selten

keine/selten

keine/selten

keine/keine

keine

Austretende Holzinhalts-stoffe

Harz- und Imprägniersalze möglich

keine bekannt, Harze möglich

keine bekannt

keine bekannt, Harze möglich

keine bekannt

keine

Konstruktiver Holzschutz, Montagetipps beachten

Erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

© Quelle: kleine Holzkunde, Urlaub auf Balteschwiler, Balteschwiler AG 2007

Kleine Holzkunde (2)

 

Tali FSC, Itaubu, Cumaru FSC

IPE, Jatoba, Garapa, SIPO

Massaranduba FSC

Kastanie, Robinie

Bangkirai

Haupt-Herkunftsländer

Afrika Tali Südamerika Itauba und Cumaru

Südamerika IPE, Jatoba und Garapa Afrika SIPO

Südamerika

Schweiz, Ost- und Mitteleuropa

Indonesien/Malaysia (Südostasien)

Härte kg/m3

sehr hart/

1000 bis 1100

sehr hart/

1200 bis 1300

sehr hart/

1000 bis 1100

sehr hart/

800

sehr hart/

1000 bis 1200

Oberflächen-merkmale

meist geriffelt und genutet, raue Stellen normal

geriffelt , genutet oder glatt, raue Stellen selten, IPE mit Wechseldrehwuchs

geriffelt, genutet oder glatt, raue Stellen selten

meist glatt gehobelt, raue Stellen selten, aber normal

meist geriffelt und genutet, raue Stellen selten, aber normal

Haltbarkeit im Aussenbereich

gut, auch im direkten Erdkontakt

sehr gut, auch im direkten Erdkontakt

sehr gut, auch im direkten Erdkontakt

sehr gut, auch im direkten Erdkontakt

sehr gut, auch im direkten Erdkontakt

Äste / Farbe Vergrauung normal

praktisch astrein / dunkelbraun, rotbraun

praktisch astrein, IPE dunkelbraun, SIPO + Jatoba rotbraun

praktisch astrein/ gleichmässig weinrot

praktisch astrein / olivfarben

praktisch astrein / rötlichbraun

Rissigkeit

mittel, normal an den Enden, nachschneiden und Enden behandeln

wenig, zum Teil an den Enden, nachschneiden und Enden behandeln

eher hoch, zum Teil an den Enden, nachschneiden und Enden behandeln

stark möglich, an den Enden, nachschneiden und Enden behandeln

stark, an den Enden, nachschneiden und Enden behandeln

Verzug / Harzhaltigkeit

eher hoch / selten

gering /selten, eher ruhige Hölzer

eher hoch/selten

hoch, lange mehr/keine

hoch /selten Wechseldrehwuchs

Bearbeitbarkeit

mittel, unbedingt vorbohren

mittel, unbedingt vorbohren

mittel, unbedingt vorbohren

mittel, unbedingt vorbohren

mittel, unbedingt vorbohren

Schwinden und Quellen

mittel bis hoch

gering bis mittel

mittel bis hoch

gering bis mittel

hoch

Farbanstrich / einölen

Möglich, empfohlen

möglich, empfohlen

möglich, empfohlen

möglich, empfohlen

möglich, empfohlen

Abstand bei der Terrasse-Unterkonstruktion

maximal 50 cm

maximal 50 cm

maximal 50 cm

maximal 50 cm

maximal 50 cm

Vorteil

ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, sehr hart, edles Design, keine Imprägnierung nötig, natürliche Vergrauung

sehr hart, edles Design, keine Imprägnierung nötig, breites Sortiment, natürliche Vergrauung, meist FSC

ganzes Sortiment FSC, sehr hart, edles Design, breites Sortiment, natürliche Vergrauung

eines der dauerhaftesten mitteleuropäischen Hölzer, natürliche Vergrauung

Breites Sortiment, hart, edle Optik, keine Imprägnierung nötig, natürliche Vergrauung

Pinhols/

Fraslöcher

keine/selten

keine/selten

keine/selten, aber möglich

keine/selten

wenig bis stark / selten

Austretende Holzinhaltsstoffe

selten, aber möglich Tali stark

selten, aber möglich

mittel bis stark

stark

leicht möglich, Bemerkungen beachten

Konstruktiver Holzschutz, Montagetipps beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

erforderlich/ unbedingt beachten

© Quelle: kleine Holzkunde, Urlaub auf Balteschwiler, Balteschwiler AG 2007

Hinweise für Holz im bewitterten Aussenbereich

© Merkblatt Nr. 2-8-07/D, VSH Verband Schweiz. Hobelwerke /2009

Boden für Balkone / Pergolas / Garten

Ausgangslage

Holzböden im Aussenbereich sind extremen Belastungen ausgesetzt:

  • Bodenfeuchte und Regen führen zu hoher Holzfeuchtigkeit.
  • Sonne, Hagel und Schuhe strapazieren die Oberfläche.
  • natürliches Vergrauen der Oberfläche infolge Bewitterung ist eine holztypische Eigenschaft.
  • Unterschiede von Temperatur und Feuchte führen zu hohen Spannungen.
  • Liegend montiertes Holz (Böden) ist weit mehr beansprucht als Holz an vertikalen Flächen:
  • Risse, Verwerfungen, Abrieb etc. kommen in vermehrtem Masse vor.

 Richtig angewendet kann Holz praktisch alle notwendigen Anforderungen erfüllen.

Konstruktive Massnahmen

Baulich konstruktive Massnahmen haben zum Ziel, die Holzfeuchteschwankungen zu vermindern, die Aufnahmen von tropfbarem Wasser zu verhindern und rasches Abfliessen von eingedrungenem Wasser zu ermöglichen.

Beispiele für konstruktive Massnahmen:

  • Erdkontakt vermeiden.
  • Steinunterlagen, Betonriegel, Kunststoffunterlagen, Stahlfüsse ergeben den notwendigen Abstand.
  • Ableiten von Niederschlagswasser.
  • usw.

 Fachgerechte Montage

  • Die Unterkonstruktion muss mindestens gleichwertige Eigenschaften aufweisen wie die Bodenbretter.
  • Der Ideale Lattenabstand beträgt max. 50 cm. Eine Auflage ohne Unterkonstruktion ist zu vermeiden.
  • Stehendes Wasser mit konstruktiven Massnahmen bestmöglich verhindern, horizontale Hirnholzflächen.

 

Eine gute Durchlüftung ist absolut erforderlich:

  • Stumpf gehobelte Riemen, montiert mit ca. 8 mm Abstand, sind vorzuziehen. (Brettbreiten von 80 – 120 mm).
  • Schmutz/Grünbelag muss entfernt werden, er wirkt sonst als Wasserspeicher und Nährboden für Pilzbefall.

 

Auf korrekte Befestigung ist zu achten:

  • Viele widerstandsfähige Hölzer sind auch „wilde“ Hölzer, die zu starken Verwerfungen tendieren.
  • Durchgehende Verschraubung von oben ist vorteilhaft
  • Viele widerstandsfähige Hölzer haben Inhaltsstoffe, die beim Einsatz berücksichtigt werden müssen. Eine Verschraubung mit Edelstahl ist zwingend.
  • Harthölzer müssen vorgebohrt werden, bei Weichhölzern ist es zu empfehlen.
  • Die Montagefirma ist für die korrekte Einbaufeuchte verantwortlich.

 

Geeignete Holzauswahl

Die Lebensdauer wird erhöht durch die Wahl von Holzarten mit ausreichender natürlicher Dauerhaftigkeit, guter Dimensionsstabilität sowie geringer Wasser- und Wasserdampfaufnahme.

Holzauswahl

Vorteile

Holzart, typische Eigenschaften

Douglasie (Europa)

günstige Holzart, Verfügbarkeit

grosse Äste, Weichholz, aufstehende Holzfasern, Splint toleriert

Eiche (nur Weiss.Eiche)

hohe Verfügbarkeit

Austritt von Gerbsäure

Kastanie (Edel-Kastanie)

bedingt auch für Erdkontakt

Austritt von Gerbsäure

Kiefer (Föhre), Tanne

günstige Holzart, ruhiges Holz, hohe Verfügbarkeit

Druckimprägnierung zur Erreichung der Resistenz notwendig

Lärche

günstige Holzart, Verfügbarkeit

Austritt von Herz, meist astig, Risse, Sichtseite muss splintfrei sein

Robine (Akazie)

auch für Erdkontakt

kleine Dimensionen, Gerbsäure

Rot-Zeder

ruhiges Holz, harzfrei

sehr weich

Viele Tropenhölzer sind sehr widerstandsfähig. Es ist aber abzuklären, ob die Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Waldbeständen stammen. Die Verfügbarkeit ist oft ungewiss.

Holzauswahl

Vorteile

Holzart, typische Eigenschaften

Bangkirai

hart, gut zu verarbeiten

Löchlein von totem Wurm vorhanden, Gerbsäure, starkes Schwinden/Quellen

Iroko

astrein + rift/halbrift möglich

unruhiges Holz

Sipo-Mahagoni/Sapelli

astrein + rift/halbrift möglich

 

Massaranduba

oft FSC, günstige Holzart

starkes Schwinden/Quellen

IPE

ruhiges Holz astrein, hart, harzfrei

hart zu verarbeiten, versch. Farben

Eine Behandlung kann die Widerstandsfähigkeit erhöhen

Normale Imprägnierungen dringen nur wenig in das Holz ein und geben wenig Schutz.

Oberflächenbehandlungen werden durch Bewitterung und Begehung abgebaut.

Druckimprägnierungen sind wirksam, aber nicht sehr ökologisch(Kiefer)

Thermische Behandlung ist viel versprechend, die Langzeiterfahrung fehlt noch.

Einschnittart des Holzes beachten

Holz mit liegenden Jahrringen wirft sich mehr und ist allfälliger auf Trockenrisse, es sollten daher nur Riemen bis 12 cm zur Anwendung kommen.

Mittengetrenntes Holz ist zu empfehlen, die Aeste sind aber entsprechend grösser. rift/halbrift ist ideal, fällt aber nur in kleinen Mengen an.

 

 © Quelle: techn. Merkblatt VSH, Verband Schweiz. Hobelwerke /2006